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Stefan Raab kann Kanzlerduell

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Stefan Raab kann Kanzlerduell, wird inzwischen mehrfach behauptet. How come?
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Man lese mal nach, was Autor Stefan Kuzmany in einem Artikel vom 18.02.2013 auf SPIEGEL ONLINE unter der Titelung “Stefan Raab kann das Kanzlerduell moderieren“ schrieb. [1] Das Initiationsritual im Rahmen eines Praktikums zur Vorbereitung auf die Moderatorenrolle beim Kanzler(kandidaten)-Duell, auf das sich Kuzmanys Artikel bezieht, hatte einen Tag zuvor als sogenannter Polit-Talk stattgefunden unter dem Sendetitel “ Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen“. Den begründenden Ausführungen des Autors mag man folgen wollen oder nicht.
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Der nachfolgend zitierte Szenenausschnitt aus dem Polittalk-Rollenspiel – eine moderne Variante des Unterhaltungsformats Eine(r) wird gewinnen, nämlich 100.000 Euro – darf für sich allein schon als eine Art Qualifizierungsnachweis im Rahmen des Aufbaus einer Karriere zum politischen Moderator gelten.
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Transkript eines Ausschnitts aus dem Diskussionsteil “Tugendrepublik Deutschland“
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Stefan Raab fragt Dorothee Bär (CSU):
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»Frau Bär, wer bestimmt das eigentlich, wer zurücktritt? Macht das die Kanzlerin und sagt: „So jetzt, Frau Schavan, ist Schluss“ oder hat die, hat Frau Schavan tatsächlich den Rücktritt angeboten oder hat Frau Merkel ihr angeboten, den Rücktritt anzubieten?«
[… (Antwort Dorothee Bär)]
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Stefan Raab fragt Katja Dörner (Grüne):
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»Hm, Frau Dörner, wer das bestimmt, haben wir jetzt doch nicht so richtig rausbekommen […] Oder bestimmt’s der Mob, Frau Dörner? Die Leser, Reporter, die Boulevardpresse, die Plagiatsjäger, die gegen Geld, äh, anbieten, äh, von dem politischen Gegner, äh, alte erschummelte Doktorarbeiten herauszufinden – das ist doch total widerlich! Haben Sie Bock, in dem Business noch weiter zu arbeiten?«
“Das ist doch total widerlich“ – Stefan Raab katapultiert sich allein schon mit diesem Statement in die Riege staatstragender politischer Moderatoren. Es lohnt sich, ab dem angewidert hervorgestoßenen “Plagiatsjäger“ seine Mimik bis zum Ende des Satzes zu verfolgen (Minute 5:32 im Video). [2]
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In der Tat: Das also bedeutet das Sendemotto “Meinung muss sich wieder lohnen“.
Hätte auch heißen können: Von einem der auszog, das Schaudern zu lehren.
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“Sollte Stefan Raab das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück moderieren?“, fragt Spiegel Online seine Leser. Das Abstimmungsergebnis (Stand: 21.02.2013, 0:46): Von 3050 bis dahin abgegebenen Stimmen entschieden sich knapp 43% dagegen. [[3]]
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Des weiteren meldet SPIEGEL ONLINE eine “Quoten-Schlappe für Stefan Raab“, da nur 800.000 Zuschauer Raabs Polit-Show sehen wollten. [4]
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Fast vergessen zu erwähnen: Jakob Augstein über Raabs Moderation, Augstein: „Stefan Raab im Kanzlerduell? Bitte nicht! Der Blödsinn muss Grenzen haben.“ [5]
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Zu spät gesehen: Nico Fried schrieb am 15.02.2013 für sueddeutsche.de zur “Debatte um TV-Duell mit Stefan Raab“ auf Seite 2 (“Wenig Chancen um aufzufallen“):
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»Es ist ein Irrglaube, der aus der Überschätzung des Mediums Fernsehen resultieren dürfte, dass ein lebhafter Moderator genügt, um Politik attraktiver zu machen.«
[6]

Plagiatsjäger: “Selbsternannte Stasi“ (Herles) – Nachbetrachtung

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Vorbemerkung von woklonline:
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In einem Beitrag auf woklonline hatte ’IM Kreuzritter’ im Zusammenhang mit medienwirksamen Inschutznahmen der unter Plagiatverdacht gestellten Bundesbildungsministerin Schavan aus Unterstützerkreisen Äußerungen von Helmut Herles thematisiert. [1] Dabei wurde Herles mit seiner Qualifizierung der Plagiatsjäger als “selbsternannte Stasi“ zitiert. Blogger ’Kreuzritter’, aus gegebenem Anlass selbstironisch ’IM Kreuzritter’, bereits im GuttenPlag aktiv, Ex-User (?) von VroniPlag [2] greift im nachfolgenden Beitrag auf, dass Herles mit seinem Stasi-Vergleich nicht allein steht.
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Plagiatsjäger: “Selbsternannte Stasi“ (Herles) – Nachbetrachtung
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von: IM Kreuzritter
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Seit GuttenPlag [1] setzt sich die öffentliche und die veröffentlichte Meinung mit dem Phänomen netzgestützter Plagiatssuche und –dokumentation auseinander. Bis in die Gegenwart kam es dabei zu verbalen Exzessen, nicht nur von Usern der Foren der genannten Plattformen der Plagiatedokumentation (s. z.B. [2]) oder der Foren der Online-Medien (s. z.B. Kommentar #12, 14.10.2012 16:57, von jjcamera [3]), sondern auch in Teilen der veröffentlichten Meinung. Da wurden Vergleiche angestellt zu Schauprozessen und Denunziantentum in kommunistischen oder nationalsozialistischen Systemen, es wurde gesprochen von „Pranger“, „Schnüffler“.
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Nicht nur Plagiatsjäger, besonders gern Heidingsfelder provozieren anscheinend gern solche Vergleiche. In einem Gastbeitrag (Titel: “Wenn aus dem Plagiatsvorwurf eine Hetzjagd wird“) vom 13.02.2013 in sueddeutsche.de fühlt sich Prof. Winnacker durch das Verfahrensverhalten der Uni Düsseldorf vorgeblich erinnert an die Zeit der Jakobinerherrschaft:
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»Mein Ausgangspunkt ist die geradezu jakobinisch anmutende Entscheidung der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf, Annette Schavan den Doktortitel abzuerkennen. Jakobinisch deshalb, weil auch damals, kurz nach der Französischen Revolution, Menschen in Hetzjagden verfolgt wurden, die dieses nicht verdient hatten.«
[4]

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Interessant auch Prof. Reinitzers Nazi-Vergleich, den almasala (the hobo and the gypsy) am 16.02.2013 bereits mit einem Blogbeitrag ’honorierte’. [5]

Es sei zum Beispiel auch erinnert an Hajo Schumacher und seine Empörung über „elende Selbstgerechtigkeit der digitalen Blockwarte“ sowie an Gegenreaktionen [6]. Auch das in der Causa Schavan beobachtete Phänomen von “Seilschaften“ wurde bereits damals aufgedeckt. [7]. In diesem aufgeheizten Klima fand Schadenfreude zuweilen ihr wohlfeiles Opfer [8]

Verunglimpfungen gab und gibt es auf allen Seiten der Debatten. Helmut Herles war nicht einmal der Erste, der den Vergleich mit Stasischnüfflern [9] in Umlauf brachte, wie gleich deutlich werden wird.

Bereits im Januar 2013 hatte sich eine lebhafte Debatte zu Irrungen und Wirrungen in der Plagiatjägerszene entzündet, insbesondere in Reaktion auf Martin Heidingsfelders Gründung des PolitPlag Wiki am 14. Januar.
Und so begab es sich, dass bereits vor Herles’ Auftritt bei phoenix ein Stasi-Vergleich in die Diskussion eingebracht wurde, nämlich in einem Blog vom 24. Januar.

Um indes die nachfolgenden Debattenbeispiele mit z.T. recht divergierenden Bewertungen transparenter vergleichen zu können, scheint mir vorab folgende Differenzierung hinsichtlich der Objektebene der verschiedenen Meinungsäußerungen hilfreich:
a) nicht-kommerzielle Plagiatsuche
b) kommerzielle Plagiatsuche als solche
c) speziell auf promovierte Politiker im Wahljahr hin per Liste formuliertes Angebot zu kommerzieller Plagiatsuche (PolitPlag-Projekt).

Michael Schmalenstör stellte am 23.01.2013 in seinem Blog “PolitPlag – eine ganz schlechte Idee “ [10] darauf ab:

»Plagiatsprüfung gegen Geld, damit kann man ganz sicherlich nicht den Vorwurf entkräften, dass es den Plagiatsjägern nicht um die Wissenschaft geht, sondern um politische Blutgrätschen.«

»Wer Plagiatsprüfung als Mittel des Rufmordes in die politische Praxis einbringt, zerstört ihren eigentlichen Zweck: Die wissenschaftliche Redlichkeit.«
Er führt dann aus:

»So ein Dienst zerstört nachhaltig den Ruf und die moralische Autorität von Personen, die sich wirklich um wissenschaftliches Fehlverhalten sorgen.«

Das Blog von almasala vom 24.01.2013 “PolitPlag: Die Plagiat-Stasi “ [11] trennt hierzu ebenfalls sehr scharf: »Es ist nicht verwerflich, für Geld wissenschaftliche Arbeiten zu untersuchen. Es ist aber verwerflich, nach dem Prinzip des “racial profiling” oder der Rasterfahndung Auftragsarbeiten anzubieten.«

Unter anderem sieht almasala durch die “PolitPlag“-Aktion das Verhältnis zwischen Bürgern und Politikern verstärkt beschädigt: Sie trage bei “zu einer völlig unnötigen Vergiftung des ohnehin schon belasteten Verhältnis zwischen Bürgern und Politikern“:

»Denn zum einen entsteht der Eindruck, dass die Sonderbehandlung der Politiker einen berechtigten Grund haben wird. Zum anderen fühlen sich Außenstehende bei jedem neuen Plagiatsfall in ihrer pauschal schlechten Meinung über Politiker bestätigt.«

Der Frage, ob es nicht einen berechtigten Grund geben könne, geht almasala nicht nach. Vielleicht hätte almasala mal sich mit folgender Einschätzung von Erbloggtes vertraut machen sollen:

»Der Entzug des Doktortitels ist der Ausschluss aus der Wissenschaftlergemeinschaft wegen fehlender Wahrhaftigkeit, in Deutschland durchgeführt durch die promoviertende [sic] Hochschule und auf Grundlage des Rechtsstaats. Die offizielle Feststellung fehlender Wahrhaftigkeit entzieht Politikerinnen und Politikern in Deutschland zugleich eine Ressource, ohne die sie nicht glaubwürdig als Repräsentanten agieren können.« [12]

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Ein “berechtigter Grund“ gesucht? Und sei es vielleicht auch noch, dass mit dem Projekt PolitPlag ein Versuch gestartet sein könnte, mittels der Plagiatuntersuchung einen Teil der Führungseliten, nämlich den promovierten und in diesem Fall den politischen, daraufhin abzuklopfen und sichtbar zu machen, wie sie jeweils im “Nutzfreundschaftsnetzwerk“ (Kaube) verlinkt sind. Die aus Naivität oder auch aus solcher Interessenlage heraus vorgebrachte Verjährungsidee für Plagiatsdelikte (u.a. Historiker Paul Nolte,FU Berlin, Jurist Wolfgang Löwer, Bonn) zeigt nur zu deutlich, dass Teile des politischen und des akademischen Führungspersonals in Verteidigungsstellung gegangen sind. Strategische Leitidee scheint inzwischen immer hemmungsloser zu sein: Angriff – zum Beispiel auf die Universitätsgremien bzw. Einzelpersonen dieser Gremien der Uni Düsseldorf – ist die beste Verteidigung. Sicher war es nur ein unglücklicher Zufall, dass erste Verjährungsforderungen 2012 laut wurden, nachdem VroniPlag Wiki erste Plagiatsuntersuchungen bei HochschullehrerInnen auf der Hauptseite veröffentlicht hatte.
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In Richtung Nutzfreundschaftsnetzwerk weist auch der Artikel von Simone G. auf Causa Schavan (18.02.2013) und darin der famose Begriff “getreue Springteufelchen der ehemaligen Ministerin“ [Schavan/Verf.] [13]
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Es sei noch einmal erinnert an Jürgen Kaube und seinen am 23.01.2013 erschienen Artikel (FAZ.net) mit dem Titel “Der Fall Schavan – Frau Jedermanns Plagiat“, namentlich der Absatz mit dem Untertitel “Im Nutzfreundschaftsnetzwerk“. [14]
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Im letzten Absatz bedient sich almasala dann eines rhetorischen Kunstgriffs, indem er virtuell Henryk Broder den PolitPlag-Aktionisten Heidingsfelder bezeichnen lässt »als lupenreinen Politrassisten […], einen kleinen Wissenschaftsmielke von nebenan, der mit seiner Gesinnungsschnüffelei, Überwachung und Terrorisierung von Politikern eine gute Karriere bei der Stasi gemacht hätte.« Das liegt nahe beim Tenor von Schmalenstör (doppelter Rufmord: Politiker, redliche Plagiatsjäger).
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Demgegenüber stellt Erbloggtes am 24.01.2013 die These von Schmalenströr zur fragenden Disposition und betont, dass keine Werbung für “solch irritierendes Projekt“ beabsichtigt sei. Erbloggtes fokussiert »die schiere Existenz so eines kommerziellen Angebotes« und setzt sich kritisch mit der Argumentation von Schmalenstör auseinander, nicht mehr und nicht weniger. Um dies völlig klar zu machen, schließt Erbloggtes mit den Worten:

»Inwiefern PolitPlag eine ganz schlechte Idee ist, das lässt sich mit der hier diskutierten Begründung nicht sicher sagen. Vielleicht gibt es aber andere Begründungen, mit denen sich das Projekt schon vorab verdammen lässt. Ansonsten wird man wohl abwarten müssen – und nicht alles glauben, was man nicht selbst überprüfen kann.« [15]

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Peter Viebig (VIP) stellte am 31.01.2013 die Frage: “Wie redlich müssen Plagiatsjäger sein?“ [16] und setzt sich dabei auch mit den Blogbeiträgen von Schmalenstör und Erbloggtes auseinander. Der Autor zitiert Schmalenstör mit dem Satz:

»Plagiatsprüfung gegen Geld, damit kann man ganz sicherlich nicht den Vorwurf entkräften, dass es den Plagiatsjägern nicht um die Wissenschaft geht, sondern um politische Blutgrätschen.«

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Und zeigt dabei nebenbei auf, dass Schmalenstör im Unterschied zur scharfen Trennung bei almasala die Ebenen kommerzieller Plagiatsprüfung und öffentlichem Auffordern zur Untersuchung der Dissertationen listenmäßig ausgewiesener promovierter MDB (Projekt PolitPlag) nicht auseinanderhält.
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Martin Heidingsfelder und sein Projekt “PolitPlag“ [17] wurde von mehreren Seiten, auch aus dem VroniPlag-Umfeld, bereits totgesagt, bevor das Neugeborene das Laufen lernen konnte.
Moriturus vos salutat, scheint Heidingsfelder seinen Kritikern spöttisch zuzurufen.
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Seine Aktion fand auch Eingang in die Presse. Beispiele:
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Miriam Hollstein berichtete für Welt Online am 08.02.2013 zur Gründung des Portals PolitPlag unter dem Titel »Plagiatsjäger enthüllt jetzt gegen Bares« und erwähnt dabei auch: »Als „Plagiat-Stasi“ wird Heidingsfelder in einem (anonymen) Blog beschimpft.« [18]
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Max Biederbeck referierte am 09.02.2013 für die sueddeutsche.de über das Projekt und stellt die Frage nach “niederen Beweggründen“ und zitiert den Plagiatrechtsexperten Volker Rieble hinsichtlich dessen Beurteilung des Projekts mit den Worten: „Das sind vielleicht niedere Beweggründe, die zur Auswahl der Ziele führen, aber schuldig bleibt schuldig“. Rieble sieht ein “positives Ergebnis für die Wissenschaft“ und einen Gewinn an Transparenz im Vergleich zu anonym erhobenen Plagiatvorwürfen. [19]
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Am gleichen Tage artikelte Christoph Pagel für Focus Online »„Politplag“ überprüft Dissertationen gegen Geld« und urteilt, dass Heidingsfelder die Kultur unredlich erworbener Doktortitel ändern wolle und deshalb hole dieser »mit „Politplag“ zum Großangriff aus«. [20]
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Ebenfalls am 9.02.2013 präsentierte Ursula Pidun in spreezeitung.de unter dem Titel »PolitPlag – “Dr. Merkel plagiatsgeprüft plagiatsfrei”« ein Interview mit Prof. Dr. med. Ursula Gresser, welche als wissenschaftliche Projektleiterin auf PolitPlag benannt ist. [21]
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Es fällt auf, dass in den genannten Artikeln sich die Autoren einer expliziten Wertung enthalten. Stattdessen bieten Artikel wie auch Interviews mehr eine Art Referierung der Selbstdarstellung Heidingsfelders bzw. von PolitPlag und üben sich ansonsten in kommentarloser Zurückhaltung. In einem Beitrag von Armin Käfer über die “Jagd nach falschen Doktoren“ in der Online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung [22] findet sich immerhin eine kritische Randbemerkung, wenn er zum Projekt PolitPlag wertend vermutet: »Das eröffnet Schmutzkampagnen im Wahlkampf Tür und Tor.« Aber selbst hier bleibt offen, ob der Autor diesen möglichen Effekt damit Heidingsfelders Projekt anlasten will.
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Es fällt auch auf, dass es bei einigen Medien eine besonders restriktive Form der Zurückhaltung gibt. So scheint zum Beispiel SPIEGEL ONLINE vom PolitPlag-Projekt noch gar nichts gehört zu haben, obwohl der SPIEGEL in der Vergangenheit Heidingsfelders Person und Wirken durchaus einigen journalistischen Aufwand gewidmet hat. Hat der SPIEGEL den Plagiatsjäger irgendwann in 2012 aus dem Auge verloren?
Nun, immer noch besser als die rüden Stasi-Vergleiche von anderer Seite.
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Der Streifzug durch ausgewählte Kommentare, Blogs, Interviews, aufgeblüht im Garten der Causa Schavan, mit Ausgang von besagtem Stasi-Vergleich (Herles) hat in den Bereich des Wildwuchses einer Verunglimpfungs(un)kultur geführt, aber auch zu einigen geglückten Formgebungen intellektueller Zier- und Nutzpflanzungen. Der Weg führte auch vorbei an journalistischer Sachverhaltsbeschreibung wie auch stellenweise Stichwortjournalismus, der die Gefahr unfreiwilliger Promotingaktion nicht zu realisieren scheint.
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Wie auch immer, einen zumindest wird das alles nicht tangieren: Martin Heidingsfelder, der für sich in Anspruch nehmen kann, das Descartes-Axiom “Ich denke, also bin ich“ neuzeitlich adaptiert zu haben: “Ich promote mich, also bin ich.“ Seine Unterstützer mögen das als Kompliment nehmen, seine unnachgiebigen Kritiker als Quintessenz eines Psychogramms.

Ist Helmut Herles ein Schavanist?

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von: IM Kreuzritter
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Helmut Herles – Studiogast bei ’phoenix vor Ort’ am 6.02.2013 zum Thema „u.a. Doktortitel-Aberkennung“ [1] *, vorgestellt als ehemaliger Chefredakteur des Bonner General-Anzeigers und freier Journalist und Buchautor.
Herles war wie Schavan Stipendiat der „Bischöflichen Studienförderung“ (Herles: „Altcusaner“) und Verfasser eines Rückblicks auf „50 Jahre Cusanuswerk“ mit einem Grußwort auch von Annette Schavan. [2] Die Bundesministerin für Bildung und Forschung äußerte darin auf Seite 4 im Lichte heutiger Ereignisse Bemerkenswertes:
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Dies geschieht
in der Überzeugung,
dass Fortschritt in Wissenschaft
und Politik, in Wirtschaft,
Kunst und Kultur den Gestaltungswillen
und die Gestaltungskraft
derjenigen braucht,
die sich in besonderer Weise in
Anspruch nehmen lassen vom
Einsatz für die Allgemeinheit, die
exemplarisch Hilfreiches bewirken und
bereit sind zur Übernahme von öffentlicher Verantwortung
– derjenigen also, die ein „Gewissen für das
Ganze“ (Eduard Spranger) haben.

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Da fällt es einem wie Schuppen von den Augen: Wie sagte Frau Schavan vor kurzem? Sich gegen einen möglichen Entzug des Dr.-Titels zu wehren, das sei sie sich selbst schuldig und das sei sie der Wissenschaft schuldig. [sic!] In der Tat: Die Wissenschaft soll gefälligst dankbar sein, dass mit der Bundesministerin Schavan eine Person über „den Gestaltungswillen und die Gestaltungskraft“ verfügt, sich „in Anspruch nehmen“ lässt „vom Einsatz für die Allgemeinheit“, „bereit zur Übernahme öffentlicher Verantwortung“, eine Person also, die ein „Gewissen für das Ganze“ hat.
Die Eignungsvoraussetzung für den Verbleib im Ministeramt ist in Schavans Selbstwahrnehmung damit anscheinend erfüllt, zumal, wie sie im erwähnten Grußwort hervorhebt:
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Exzellenz im Blick auf
fachliche Kompetenz und den Einsatz für die Allgemeinheit
ist Voraussetzung für eine Förderung.

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Ironisch überspitzt darf dies so interpretiert werden, dass Schavan sozusagen als die personifizierte Exzellenzinitiative des Cusanuswerks gelten kann.
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Die Altcusanerin Schavan kann sich auf den Bruder im Geiste Herles verlassen, wie sich im Interview des Senders Phoenix erweist. So stellt sich in Anlehnung an den Blog-Beitrag des Bloggers Erbloggtes [3] die Frage: Ist Helmut Herles ein Schavanist?
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Als selbstentlarvendes Beispiel soll folgender Interview-Ausschnitt dienen:
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Thomas Bade (phoenix)

„Da fragen sich jetzt natürlich sehr viele: Es ist 32 Jahre her – Warum wird das so spät untersucht? Ist das jetzt eben wirklich, weil sie jetzt so im Rampenlicht steht politisch, weil gerade Wahlkampf ist oder ist das vor 10 Jahren auch schon mal Thema gewesen und wir haben es einfach vergessen?“

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Helmut Herles

„Nein, es war kein Thema. Das ist ja diese neue Schnüffelmethode, die in unseren neuen Medien eingerissen ist. Ich finde die unfair. Das wird alles jetzt beschnüffelt, nicht wahr. Wir haben eine freiwillige Stasi in der Bundesrepublik errichtet, selbsternannte Stasi, nicht wahr, die alles wissen will, die alles weiß und bei passender Gelegenheit oder unpassender Gelegenheit das hervorzaubert.“

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Thomas Bade stellte übrigens auch die Frage, inwiefern die Uni Düsseldorf damals ohne akademischen Leistungsnachweis der Stipendiatin Schavan eine Promotion anbieten konnte. Herles erklärte, das sei nach der Promotionsordnung möglich gewesen. So sei das z.B. auch in seinem Fall gewesen. Er habe den ‚Magister’ gemacht und kein Staatsexamen machen wollen. Dann habe er promoviert.
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Wie bitte? Herles hatte damit doch wohl einen akademischen Leistungsnachweis, Schavan jedoch nicht. Als habe der Moderator gefragt, wieso Schavan ohne Staatsexamen promovieren konnte.
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Zu diesen Merkwürdigkeiten passt nicht übel der Umstand, dass Doktorvater Wehle nicht habilitiert hat, wie man lesen konnte.
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So werden vielleicht Exzellenzinitiativen auf den Weg gebracht. Jedenfalls in der guten alten Zeit vor der Herrschaft der Schnüffel-Stasi.
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* Nachtrag zu Fehlerteufel: Der ursprünglich o.a. Link zur Sendung bei phoenix vor Ort mit Studiogast Herles war unstimmig und ist nun korrigiert. /kr

Fundstellen in der Dissertation A. Schavan

Fundstellen-Seiten

Seite

Gründer

Anzahl untersuchter Seiten

Anzahl Plagiat-Seiten

Anzahl grenzwertiger Seiten

Anzahl unauffälliger Seiten (von untersuchten)

Anzahl fundrelevanter Quellen

             

Schavanplag.wordpress (VroniPlag Wiki)

‚Robert Schmidt’

324

60 (66)

 

 

31

             
Schavanplag Wiki M.Heidingsfelder (‚Goalgetter’)

k.A.

7 (8)

 

 

3

   

 

 

 

 

 

Kreuzritterplagdoku.wordpress ‚Kreuzritter’

33

16 (23)

6

4

12

   

 

 

 

 

 

Summe:  

 

83

 

 

 

 Die Dissertation umfasst die Seiten 11 – 335  (ohne Gliederung und ohne Literaturverzeichnis).

Im Literaturverzeichnis werden 252 Quellen angeführt.

Die Anzahl der Plagiatsseiten wird angegeben getrennt nach 3 ‚Untersuchungsstellen’, je nach Erstveröffentlichung, um Doppelzählungen durch Überschneidungen zu vermeiden, wobei die absolute Zahl in Klammern angegeben ist.

Aus der Darstellung ist ersichtlich, dass z.Zt. (Stand: 31.05.2012)  83 Seiten unter Plagiatsverdacht stehen.

83 Seiten von 324 Seiten = 25,6 %  plagiatbefundet bzw. plagiatverdächtigt oder “auffällig“.

4 von 33 der von Kreuzritter untersuchten Seiten waren als unauffällig zu bewerten, das sind 12,1 %.

In dieser Übersicht sind unterschiedliche Auffassungen der Untersuchenden zu Befundbewertungen anderer Untersucher nicht berücksichtigt.

kr/31.05.2012/

Einige weitere Gedanken zu einem eigentümlichen Umgang mit Quellen

Darstellung eines gedanklichen Systems eines anderen Autors

 Übergreifend:

mittels z.T. wortgleicher eklektischer Kompilierung quasi 1:1 (Exzerpt-Stil, ‚Nacherzählung’).

 Im Einzelnen:

 mittels (i.d.R.) enger Anlehnung – z.B. Seite für Seite – an die Struktur (Abfolge) der Aussagezusammenhänge in der jeweiligen Quelle (primär, sekundär);

  1. mittels Umschreiben: Textänderung (durch grammatikalische Umstellung, Weglassen, Zufügen von Einschüben, Gebrauch von Synonymen,  aus Hauptsätzen Neben- und aus Neben- Hauptsätze bilden, Aktiv- gegen Passiv-Form bzw. Passiv- gegen Aktiv-Form austauschen, Umwandlung einer vergangenheitsbezogenen Formulierung in eine zukunftsbezogene und vice versa, alles also Umformulierungen – man denke an Stefan Webers Begriff der “Umschreibe-Unkultur“);
  2. mittels Splitter-Zitaten bzw. abgeschlossenen Textkörper-Zitaten (z.B. zwei, drei Sätze) oder in Kombination mit vorangestellten und/oder nachfolgenden Textübernahmen, die zwar bezüglich der Quelle kenntlich machend sind, aber den begleitenden Text im Kontrast zur formell korrekten Textübernahme als eigenständige Rezeption vermuten lassen (‚Deckzitate’);
  3. mittels formal korrekten Zitaten (ohne Verdacht auf Deckzitat)
  4. mittels Paraphrasen;
  5. mittels unechten Paraphrasen i.S. von Textübernahmen ‚zu nah’ am Originaltext (strukturell: verdeckte Zitierung, phänotypisch: eigenständig formulierte Rezeption);
  6. mittels gekennzeichneten Textübernahmen aus der Sekundärliteratur;
  7. mittels nicht gekennzeichneten Textübernahmen aus der Sekundärliteratur

 Diese Darstellungsmittel wechseln sich ab, wobei die Darstellungsmittel 4, 5 und 8 guter wissenschaftlicher Praxis entsprechen. Nicht selten kommt es zu ‚flächendeckendem’ Gebrauch der übrigen, nicht akzeptablen Darstellungsmittel. Häufiger entsteht dadurch eine Mischform, die man paradox als ein ’zitierendes Abschreiben ’ , eine Form von ’ intelligentem Kopieren ’, bezeichnen könnte. Damit sei keinesfalls bereits etwas über  bewusste oder unbewusste Intention ausgesagt.

Pointiert könnte einer daherkommen und sagen: Viele Textpassagen, manchmal ganze Seiten Text lassen sich auf den Kern reduziert unter die Ansage stellen „Quellautor(in) X schreibt: …..“. Mit Varianten wie eine etwas später stehende Zitatstelle vorziehen oder umgekehrt eine vor der aktuellen Bezugsstelle in der Quelle liegende Zitatstelle nachzuliefern – von solchen Varianten abgesehen folgt die Autorin dem Quelltext von Absatz zu Absatz und greift Textstellen im o.a. Sinne ab.

Auch wenn der Begriff schon belegt erscheint, bietet sich hier der Ausdruck “Struktur-Plagiat“ an, allerdings in einem viel extensiveren Sinne.

 Als Beispiel für das zum prinzipiellen Modus der Einverleibung wissenschaftlicher Texte Gemeinte sei hier nachfolgend ein Überblick über den eigentümlichen Umgang mit der Quelle Luhmann gegeben, und zwar unter:

 “Einige weitere Gedanken zu einem eigentümlichen Umgang mit Quellen (mit Textvergleichen)

 in Form einer PDF-Datei, welche sowohl noch einmal die hier vorgestellten Überlegungen als auch alle Textvergleiche zwischen Dissertation und den im Literaturverzeichnis angegebenen zwei Arbeiten von Niklas Luhmann enthält (“Überblick über den eigentümlichen Umgang mit der Quelle Luhmann“).

Einige weitere Gedanken zu einem eigentümlichen Umgang mit Quellen [mit Textvergleichen]

Einige vorläufige Gedanken zu einem eigentümlichen Umgang mit Quellen

Auf den ersten Blick wird ein unbefangener Leser die Art und Weise, wie die Autorin sich der Quellen bedient, mitnichten für beachtenswert befinden. Es scheinen sich in lockerer bis dichter Folge Paraphrasen mit Zitaten abzuwechseln. Dazwischen anscheinend mancher Text aus eigener Feder.

 Bei näherer Untersuchung zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild, wenn man wie in einem Vexierbild mal Vordergrund und Hintergrund im Auge bzw. Hirn des Betrachters wechseln lässt. Vordergrund meint: ordentliche Zitate, in der Darstellung grün markiert; Hintergrund meint: wörtliche und umformulierte Textübernahme, in der Darstellung gelb bzw. grau markiert. (Synoptischer Textvergleich)

 Was damit gesagt ist, kann vielleicht so verdeutlicht werden:

Hätte die Autorin alle wörtlichen und unformulierten Textübernahmen, die sie durch ordentliche Zitate in den Hintergrund treten lässt, ebenfalls in regelkonformer Zitierung in ihre Arbeit eingefügt, dann wären diese auch zum Vordergrund geworden und jedem Leser wäre sofort ins Auge gefallen, dass auf nicht wenigen Seiten bei weitem nicht so viel eigenständig formulierter Text aufzufinden ist, wie es zuerst den Anschein hat.

Wie das dann aussieht, wenn Textstellen einer Quelle (annähernd) korrekt übernommen werden, zeigt z.B. die Schilderung der Position Wurzbachers auf Seite 48 der Dissertation,

Von den 31 Zeilen der Seite bestehen (je nach Zählweise) 17-18 Zeilen aus Paraphrasen und 13-14 aus Zitaten.

Daraus lässt sich erkennen:

a) Die Korrektheit im Fall des angewandten Exzerpier-Stils legt allerdings offen, dass Seite 48 praktisch null Zeilen unabhängig formulierten Text enthalten.

b) Die Autorin kannte sehr wohl auch schon 1980 die Regeln korrekter Techniken der Quellenverwertung. Das ist wichtig zu betonen, da selbst im VroniPlag Wiki Zweifel aufkamen, ob nicht vielleicht die Maßstäbe seit damals strenger geworden seien.

Die Autorin kannte also nicht nur die Regeln, sie wandte sie auch teilweise an.. Die Frage ist, warum nicht durchgängig?

Es wird nicht unterstellt, die Autorin habe dies Figur-Hintergrund-Changieren bewusst und absichtlich zur Vortäuschung eines größeren Umfangs eigener Leistung eingesetzt. Solche Schlussfolgerung zu ziehen oder auch nur nahe zu legen, das ist nicht Absicht der Textvergleiche.

Zweifellos ist also jener Blick der findige, der sich auf die prägnante Gestalt richtet, welche das immer wiederkehrende Muster aus Verkettungen und Verschränkungen von Zitaten, echten, offenen und Paraphrasen mit wortgetreuen Textübernahmen und schließlich nicht gekennzeichneten wortgetreuen bzw. umformulierten Textteilen bildet. Ohne solche übergreifende Kenntnisnahme bleibt bei zu isolierender Einzelbetrachtung der ’Bauteile’ dieses Musters in der Tat der grundsätzliche ’Bauplan’ bezüglich der Verwendung von Quellen verborgen. Die Folge ist bekannt: die Einschätzung der Fehlerhaftigkeit der Arbeit als “grenzwertig“.

Zu einem ganz anderen Ergebnis muss man kommen, wenn nicht (nur) einzelne fragmentarische Ausschnitte je für sich nach auf die Fragmentierung bezogenen “Plagiatskategorien“ beurteilt werden, sondern der prinzipielle Modus der Einverleibung wissenschaftlicher Texte in den Blick genommen wird.

Aus dem beschriebenen Blickwinkel drängt sich m.E. geradezu die Einführung der deskriptiven Kategorie ’Deckzitat’ auf.  Eine Zitatstelle wird in der revidierten und erweiterten Fassung des ‚Synoptischen Textvergleichs‘ (in Vorbereitung) als Deckzitat – ohne Unterstellung absichtlicher Verdeckung – markiert, wenn es in direkter Nachbarschaft zu weiterer wörtlicher oder umformulierter Textübernahme steht und die nicht kenntlich gemachte Textübernahme(n) quasi überdeckt, überstrahlt. Diese Kategorie lässt sich nur dann verstehen und in ihrer konkreten diagnostischen Zuordnung verteidigen, wenn sie sich aus der nicht falsifizierten Hypothese eines konkreten, zu explizierenden prinzipiellen Modus der Einverleibung wissenschaftlicher Texte herleitet.

NEWS! NEWS! NEWS!

Eigenplagiat Schavan Kurzfassung_v2, Eigenplagiat Schavan Kurzfassung_v3 sowie Eigenplagiat Schavan Kurzfassung_v4 und aktuelle Version Eigenplagiat Schavan Kurzfassung_v5 (24.05)

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Hinweis auf einen Beitrag mit dem Titel :Einige vorläufige Gedanken zu einem eigentümlichen Umgang mit Quellen“ (Link rechts)

»Auf den ersten Blick wird ein unbefangener Leser die Art und Weise, wie die Autorin sich der Quellen bedient, mitnichten für beachtenswert befinden. Es scheinen sich in lockerer bis dichter Folge Paraphrasen mit Zitaten abzuwechseln. Dazwischen anscheinend mancher Text aus eigener Feder.

 Bei näherer Untersuchung zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild, ….. «

Mehr lesen? Link auf der rechten Seite

Nachfolgebeitrag erschienen: „Einige weitere Gedanken zu einem eigentümlichen Umgang mit Quellen

Texte schweigen nicht

betr.:  Dissertation

Schavan» Annette:
Person und Gewissen: Studien zu Voraussetzungen,
Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung (1980)

Die mittlerweile auch in den Medien behandelte Auseinandersetzung mit der Dissertation von Prof. Dr. Annette Schavan im Sinne einer „Dokumentation mutmaßlicher Plagiate“ (s. schavanplag.wordpress.com) bzw. in Form einer „Analyse:As“ im „Analysenamensraum“ im VroniPlag Wiki 1) mit dem einzigen Ziel der Dokumentation von Fragmenten, welche „allein der Meinungsbildung über Textähnlichkeiten“ dienen, wird inzwischen auch an weiteren Stellen im Netz und anderswo geführt, z.B. seit kurzem auch auf Schavanplag Wiki3)

So werden auch hier Textstellenvergleiche vorgestellt, und zwar in lockerer Folge. Dabei handelt es sich nicht in jedem Einzelfall um ‚Plagiate’ im Sinne belegbaren wissenschaftlichen Fehlverhaltens oder auch der Erweckung des Anscheins einer nicht korrekten Verwendung von Quellen. Es werden auch eher unverdächtige Textähnlichkeiten einbezogen, insbesondere wenn sie eine Nähe aufweisen zu eindeutiger ‚verdächtigem’ Umgang mit Quelltexten.

Anders als bei den o.a. Plattformen wird hier – zumindest im Moment – keine systematische Zuordnung zu sog. Plagiatskategorien vorgenommen. Das hindert indes nicht subjektive Anmerkungen.

Verfahrensrechtlich entscheidend ist ohnehin zunächst einzig die Entscheidung der Universität Düsseldorf.

Die Dokumentation Synoptischer Textvergleich  wurde als WORD-Datei geschrieben und ist hier im PDF-Format eingestellt. Sie „dient allein der Meinungsbildung über Textähnlichkeiten“, um es mit VroniPlag zu sagen.

Eine ausführliche Zusammenstellung mit Angaben zu den Quellen findet man auf der Plattform schavanplag. 2)

Nachbemerkung:

In der veröffentlichten Meinung war und ist teilweise immer noch von Schwarm oder Schwarmintelligenz die Rede. Es ist jedoch zweifelhaft, ob in jüngerer Zeit davon noch zu Recht gesprochen werden kann. Hier jedenfalls hat sich kein Schwarm zusammengetan.

Übrigens ist „Schwarmintelligenz“ kein neuzeitliches Phänomen des Computerzeitalters. Bereits die alten Römer kannten sich auch ohne Internet damit aus und hatten auch einen Namen dafür: „communis complurium scientia“.

1)  http://de.vroniplag.wikia.com/index.php?title=Analyse:As

2)  http://schavanplag.wordpress.com/

3) http://de.schavanplag.wikia.com/wiki/Weitere_Funde_abgelegt_bei_Schavanplag_Wiki

 

aktuelle Version (29.05.2012):      

Synoptischer Textvergleich_v4

 

 

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